Martial Arts System: Koku-Ryu-Do

Koku-Ryu-Do ist ein modernes und gesundheitsorientiertes Kampfkunst-System, welches im Januar 2019, nach sechs Jahren Entwicklungsphase, von mehreren Meistern, Großmeistern und Fachverbänden auf internationaler Ebene anerkannt wurde. Entwickelt wurde es vom Fachsportpädagogen und Kampfkünstler "Shodai Soke" M. Gracia-Hernandez, welcher zu der Zeit bereits einundzwanzig Jahre Kampfkunsterfahrung in vielen verschiedenen Kampfkunstsystemen nachweisen konnte. 

Dieses System beinhaltet Verteidigungstechniken, Formen, Würfe, Hebel, Nahkampftechniken und den Umgang mit verschiedenen Waffen. Besonders ausgeprägt wird der Stockkampf mit Kurz-, Mittel- und Langstock unterrichtet. Dies ist auf die spanischen Wurzeln des 

Systems zurückzuführen. Neben den verschiedenen Techniken haben auch die Lokalisierung, sowie die theoretische und praktische Anwendung von Nervendruckpunkten eine tragende Rolle. Durch realistische Stress- und realitätsnahe Kampfübungen soll eine wirksame Anwendung als Selbstverteidigung in Notfallsituationen gewährleistet werden. Doch auch theoretische Themen wie Rechtsgrundlagen, die Weitergabe von Werten, Elementarlehre und Präventionsmaßnahmen sind ein fester Bestandteil dieses Systems. Im Koku-Ryu-Do wird die individuelle Entwicklung der Schüler, sowie die Gesundheit des Einzelnen unterstützt und gefördert. Der Unterricht erfolgt sowohl traditionell, als auch nach neusten wissenschaftlichen Erkenntnissen (z.B. mit Übungen aus der Neuro-Athletik & der Sportphysiologie). Da das Prüfungsprogramm im Koku-Ryu-Do so umfangreich ist, werden unsere Schüler einmal jährlich in mehreren Kampfkunstarten geprüft und erhalten bei bestehen in jeder Einzelnen ihre Graduierung. Innerhalb einer Prüfung werden folgende Künste geprüft:

Koku-Ryu-Do, Goshin-Jitsu, Jiu-Jitsu  und Selbstverteidigung

Unser Motto:

 

"Stärken stärken &

Schwächen schwächen!"



Jiu-Jitsu / Ju-Jitsu

Ju-Jitsu / Jiu-Jitsu ist eine von den Samurai stammende Kampfkunst der Waffenlosen Selbst-verteidigung. Jiu-Jitsu bietet ein breites Spektrum von Möglichkeiten zur Selbstverteidigung - unter anderem durch Stärkung des Charakters und des Selbstbewusstseins - sowie zur friedlichen Konfliktlösung.

Ziel des Jiu-Jitsu ist es, einen Angreifer (egal ob dieser bewaffnet oder unbewaffnet ist) möglichst effizient unschädlich zu machen. Dies kann durch Schlag-, Tritt-, Wurf-, Hebel- und Würgetechniken geschehen, indem der Angreifer unter Kontrolle gebracht oder kampfunfähig gemacht wird. Dabei soll nicht Kraft gegen Kraft aufgewendet, sondern nach dem Prinzip "Siegen durch Nachgeben"  die Kraft des Gegners gegen ihn selbst verwendet werden.


Goshin-Jitsu

Goshin-Jitsu ist eine moderne Form der Selbstverteidigung, die sich aus verschiedenen traditionellen Kampfkünsten entwickelt hat. Der Begriff stammt aus dem Japanischen und bedeutet so viel wie „Techniken zur Selbstverteidigung“ oder „Selbstschutzkunst“. Im Mittelpunkt steht nicht der sportliche Wettkampf, sondern die realistische und effektive Verteidigung gegen unterschiedlichste Angriffe – sei es waffenlos oder gegen bewaffnete Angreifer.

Anders als klassische Kampfkünste, die oft stark stilisiert und an feste Abläufe gebunden sind, ist Goshin-Jitsu anpassungsfähig und praxisorientiert. Es werden Techniken aus dem Jiu-Jitsu, Judo, Karate, Aikido und anderen Systemen miteinander kombiniert – immer mit dem Ziel, sich schnell und situationsgerecht verteidigen zu können.

Das Training umfasst unter anderem Befreiungen aus Umklammerungen, Abwehr von Schlägen, Tritten und Würgegriffen, sowie den Umgang mit Bedrohungen durch Messer, Stöcke oder andere Waffen.

 

"Nur wer den Umgang mit einer Waffe beherrscht, kann sich effektiv gegen diese Verteidigen"

 

Dabei spielt auch die mentale Vorbereitung eine große Rolle: Selbstbewusstsein, Deeskalation und das richtige Verhalten in Stresssituationen sind ebenso Teil des Konzepts wie die körperliche Technik.

Goshin-Jitsu richtet sich an Menschen jeden Alters, die lernen möchten, sich in Gefahrensituationen selbst zu schützen – ohne sich auf Muskelkraft verlassen zu müssen. Es vereint effektive Selbstverteidigung mit persönlicher Weiterentwicklung, verbessert die Fitness und stärkt das Vertrauen in die eigene Handlungsfähigkeit.

 


Selbstverteidigung (RSP/RSV)

Unser Fachbereich für Selbst-Verteidigung, bestehend aus den Systemen "RSV (realistische Selbstverteidigung)" und "Modern Art of Self-Defense" umfasst neben der Theorie auch die Waffenlose Selbstverteidigung, sowie die Verteidigung mit Alltagsgegenständen und Waffen, gegen bewaffnete Angreifer oder Angreifergruppen.

Die höchste Priorität haben hierbei nicht die Verteidigungstechniken an sich, sondern die korrekten Verhaltensweisen und der theoretische Input aus den Bereichen Gewaltprävention und Selbstbehauptung.

 

"wenn man sich körperlich Verteidigen muss, hat man bis hierhin bereits einige Fehler begangen".

 

Anders als bei anderen Verteidigungssystemen achten wir besonders auf die Situationen und die Verhältnismäßigkeit der Techniken, denn aus einer Verteidigung kann sehr schnell ein Angriff und aus dem Opfer sehr schnell der Täter werden. Deshalb beinhaltet unsere Theorie auch die Weitergabe von Grundkenntnissen von Rechtsgrundlagen nach den Gesetzbüchern: BGB, StGB, StPO und dem OwiG, sowie dem WaffG.

Gerade die sogenannten Jedermanns- / Selbsthilferechte sind für die Selbstverteidigung ein unverzichtbares Werkzeug und in unserem System Prüfungsrelevant.


Hanbo-Jitsu

Hanbo-Jitsu ist die Kunst des Kampfes mit dem Hanbo, einem etwa 90 cm langen Stock, der traditionell in der japanischen Kampfkunst verwendet wird. Der Begriff „Hanbo“ bedeutet wörtlich „halber Stock“ und beschreibt damit die kürzere Variante des klassischen Langstocks (Bō). Hanbo-Jitsu kombiniert Techniken aus verschiedenen Waffenkünsten und ist sowohl historisch verwurzelt als auch heute noch äußerst praxisnah.

Ursprünglich wurde der Hanbo von den Samurai als vielseitiges Werkzeug genutzt – etwa zur Kontrolle von Gegnern, zur Verteidigung gegen bewaffnete Angreifer oder sogar als Ersatz für ein verloren gegangenes Schwert. Die Techniken im Hanbo-Jitsu beinhalten Schläge, Hebel, Blockaden, Würfe und Kontrolltechniken, die gegen bewaffnete und unbewaffnete Angreifer eingesetzt werden können.

Das Training im Hanbo-Jitsu fördert nicht nur die Fähigkeit, einen Stock gezielt und effektiv zu nutzen, sondern schult auch Körperkontrolle, Koordination und Reaktionsfähigkeit. Da viele Techniken auch auf waffenlose Anwendungen übertragbar sind, eignet sich Hanbo-Jitsu hervorragend als Ergänzung zu anderen Selbstverteidigungssystemen wie Jiu-Jitsu oder Goshin-Jitsu.

Heute wird Hanbo-Jitsu sowohl traditionell als auch modern unterrichtet – oft als Teil eines umfassenderen Selbstverteidigungstrainings. Der Umgang mit dem Hanbo vermittelt dabei nicht nur technische Fähigkeiten, sondern auch ein tiefes Verständnis für Distanz, Timing und die Dynamik von Konfrontationen.


Kung Fu

Kung Fu ist mehr als nur eine Kampfkunst – es ist ein Weg, der Körper, Geist und Charakter gleichermaßen stärkt. Ursprünglich bedeutet der Begriff, durch Ausdauer, Geduld und stetiges Üben eine Fähigkeit zur Meisterschaft zu bringen. In den chinesischen Kampfkünsten steht Kung Fu für eine jahrhundertealte Tradition, die Disziplin, innere Ruhe und effektive Selbstverteidigung verbindet.

Es gibt viele unterschiedliche Stile, die jeweils eigene Schwerpunkte setzen. Bekannte Beispiele sind das kraftvolle und traditionsreiche Shaolin Kung Fu, der strukturierte und vielseitige Stil Hong Kuen, die von Gemeinschaft und Austausch geprägte Bewegung Chin Woo, sowie das auf direkte und effiziente Selbstverteidigung ausgerichtete Wing Tjun. Jeder Stil trägt auf seine Weise dazu bei, die Vielfalt und Tiefe von Kung Fu lebendig zu halten.


Qigong

Qigong ist eine jahrhundertealte chinesische Übungspraxis, die Körper, Atem und Geist in Einklang bringt. Der Begriff setzt sich aus „Qi“ (Lebensenergie) und „Gong“ (beständiges Üben oder Arbeit) zusammen. Durch ruhige Bewegungen, bewusste Atmung und innere Konzentration wird der Energiefluss im Körper harmonisiert.

Qigong kann sowohl zur Förderung der Gesundheit als auch zur inneren Balance eingesetzt werden. Es stärkt die Atmung, verbessert die Beweglichkeit, unterstützt die Entspannung und fördert Gelassenheit im Alltag. Viele betrachten Qigong daher nicht nur als eine Methode zur Kräftigung, sondern auch als einen Weg zu mehr Achtsamkeit und Lebensqualität.


International Anerkannt und zertifiziert durch die "World Headmaster and Sokeship Union", dem "International Founder and Headmaster Council" und dem "Supreme Grandmaster Committee of Martial Arts Education".

Koku-Ryu-Do Trossingen ist eine anerkannte und eingetragene Kampfkunstschule des, in über 120 Ländern vertretenen Internationalen Kampfsport-Verbandes

"Martial-Arts-Association-International".